| By Eiselfe, Metalworld
Fünf Jahre nach «Embrace it» meldet sich das Zürcher Death Metal Trio Eyes See Red mit «Beyond the realm of sanity» gewohnt komplex und hektisch zurück. Trotz der etwas dumpfen Produktion atmet die Spielfreude aus jeder einzelnen Minute des neuen Albums. Statt sich auf langweilige Riffs à la Six Feet Under zu spezialisieren, zieht es diese Truppe vor, den Hörer latent nervös zu machen. Hintergrundmusik Fehlanzeige - dies hängt einerseits mit dem Zusammenspiel von Drums und Gitarren, andererseits mit den Kompositionen zusammen. Hier wurde scheinbar nichts elektronisch verschönert oder getriggert, es wird die ungeschminkte Wahrheit serviert. Besonders bei den Basslines verführt diese Wahrheit immer wieder zum Aufhorchen, mit einigen jazzig angehauchten Parts wird souverän gegroovt (beispielsweise in «Borderline»). In der Vocals-Sektion geht es ebenfalls reichlich aggressiv zu und her, auch wenn nicht in den tiefsten Tiefen gegrunzt wird. Eyes See Red scheuen sich auch nicht, mal über den Tellerrand zu kucken und integrieren munter ruhigere Parts («Dreamscape»), Thrash-Elemente und Blues-Parts (etwa in «Broken cycle») in ihren Sound. Besonders letzteres und die zeitweise auftretenden, nicht alltäglichen Gitarreneffekte verleihen diesem Werk eine eigenständige, innovative Note. Fazit: Wer Suffocation mag und bereit dazu ist, bei der Produktionsqualität kleine Abstriche zu machen, sollte bei Eyes See Red mal etwas ungewöhnliche Undergroundluft inhalieren. |